Panikattacken
Wenn die Angst plötzlich überwältigend wird.
Eine Panikattacke kann sehr plötzlich auftreten und sich körperlich äußerst intensiv anfühlen. Herzklopfen, Atemnot, Schwindel oder Zittern können so beängstigend sein, dass die Sorge entsteht, die Kontrolle zu verlieren oder dass körperlich etwas nicht stimmt.
Auch die Angst vor einer erneuten Panikattacke kann zunehmend Raum einnehmen. Vielleicht beobachtest du deinen Körper sehr genau, vermeidest bestimmte Situationen oder fragst dich immer wieder, wann die nächste Attacke auftreten könnte.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Meerbusch-Lank begleite ich dich dabei, deine Panik und die damit verbundenen Gedanken, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang damit zu entwickeln.
Wie kann sich eine Panikattacke zeigen?
Panikattacken können von Mensch zu Mensch unterschiedlich erlebt werden. Typische Beschwerden können beispielsweise sein:
- starkes Herzklopfen oder Herzrasen
- Engegefühl oder Druck in der Brust
- Kurzatmigkeit oder das Gefühl, nicht richtig atmen zu können
- Schwindel oder Benommenheit
- Zittern oder Schwitzen
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle
- Übelkeit oder Unwohlsein
- das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
- starke Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte
Gerade wenn eine Panikattacke zum ersten Mal auftritt, können die körperlichen Empfindungen sehr verunsichern.
Die Angst vor der nächsten Panikattacke
Nicht nur die Panikattacke selbst kann belastend sein. Manchmal entwickelt sich anschließend eine ausgeprägte Angst vor der Angst.
Vielleicht meidest du Orte, an denen du bereits eine Panikattacke erlebt hast. Oder Situationen, aus denen du deiner Einschätzung nach nicht schnell genug herauskommen könntest. Dadurch kann sich der eigene Bewegungs- und Handlungsspielraum zunehmend verkleinern.
Solche Vermeidungsstrategien sind zunächst nachvollziehbar. In der Psychotherapie können wir gemeinsam betrachten, welche Rolle sie für deine Ängste spielen und wie du wieder mehr Sicherheit im Umgang mit entsprechenden Situationen entwickeln kannst.
Psychotherapie bei Panikattacken
Zu Beginn schauen wir gemeinsam darauf, wie du deine Panikattacken erlebst: Wann treten sie auf? Welche körperlichen Empfindungen nimmst du wahr? Welche Gedanken entstehen dabei? Und was tust du, um mit der Angst umzugehen?
Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann ein wichtiger Bestandteil der therapeutischen Arbeit sein.
Je nach deiner persönlichen Situation kann es anschließend darum gehen, einen anderen Umgang mit körperlichen Empfindungen und angstauslösenden Gedanken zu entwickeln, Vermeidungsverhalten zu betrachten und wieder mehr Handlungsspielraum im Alltag zu gewinnen.
Dabei orientiere ich mich an deinem Anliegen und deinem persönlichen Tempo.
Wie ich arbeite
In meiner therapeutischen Arbeit verbinde ich unterschiedliche Ansätze und orientiere mich an deiner persönlichen Situation.
Die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers gibt dir einen geschützten Raum, um dein Erleben, deine Ängste und das, was dich beschäftigt, zu betrachten.
Elemente der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) können dabei unterstützen, Gedanken und körperliche Empfindungen bewusster wahrzunehmen und einen flexibleren Umgang mit ihnen zu entwickeln.
Achtsamkeit und Entspannungsverfahren können ergänzend eingesetzt werden, beispielsweise um die Wahrnehmung von Anspannung und Entspannung bewusster kennenzulernen.
Angst und Panik sind nicht dasselbe
Angst kann sich sehr unterschiedlich zeigen und beispielsweise dauerhaft mit Sorgen, bestimmten Situationen oder konkreten Auslösern verbunden sein.
Panikattacken zeichnen sich dagegen durch plötzlich auftretende Phasen sehr intensiver Angst und ausgeprägter körperlicher Reaktionen aus.
Wenn bei dir eher anhaltende Ängste, Sorgen oder Vermeidungsverhalten im Vordergrund stehen, findest du weitere Informationen auf meiner Seite:
Medizinische Abklärung
Körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot, Brustschmerzen oder Schwindel können unterschiedliche Ursachen haben. Insbesondere wenn solche Symptome erstmals auftreten, ungewöhnlich stark sind oder sich verändern, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
Psychotherapie ersetzt in diesen Situationen keine notwendige medizinische Untersuchung.
Unterstützung bei Panikattacken in Meerbusch
Wenn Panikattacken oder die Angst vor einer erneuten Attacke deinen Alltag zunehmend beeinflussen, können wir gemeinsam schauen, was dich belastet und welcher therapeutische Weg für dich passend sein kann.
Meine Praxis befindet sich in Meerbusch-Lank. Nach einem persönlichen Erstgespräch können weitere Sitzungen – wenn es für dein Anliegen geeignet ist – auch online stattfinden.
Du möchtest wissen, wie eine Psychotherapie bei mir beginnt?
Auf der Seite Ablauf & Kosten erfährst du, wie das Erstgespräch abläuft, wie es danach weitergehen kann und welche Kosten entstehen.
Wichtig bei akuten Krisen
Bei neu auftretenden oder ausgeprägten körperlichen Beschwerden sollte auch eine ärztliche Abklärung erfolgen, da körperliche Symptome unterschiedliche Ursachen haben können.
Bei akuten psychischen Krisen oder Suizidgedanken wende dich bitte unmittelbar an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117), eine psychiatrische Notfallambulanz oder den Notruf (112).
